Wir sind da...Peru es muy bien
Ohne besonderen Vorkommnisse haben wir die Fluege von Muenchen nach New York und New York nach Lima ueberstanden. Unser "Gastvater" Eduardo hat uns auch mit peruanischer Puenktlichkeit (ca 30 min Verspaetung) vom Flughafen abgeholt und mit peruanischer Sicherheit auch in die Pension gebracht. Autofahren in Lima will gelernt sein - nicht auf Amplen, Fussgaenger, Bremslichter und spurwechselnde Fahrzeuge achten und NIE sein Ziel aus den Augen verlieren. Als Beifahrer dann am Besten nur die Augen zu machen und beten.
Wir sind doch aber sicher (wenn auch nur knapp am einem Zusammenstoss vorbei) und Wohlbehalten (wenn auch mit einem riesen Adrenalinstoss) bei Eduardo zu Hause angekommen und hatten uns da das Feierabend Bier redlich verdient... Als Eduardo dann erfuhr, dass Manuel Geburtstag hatte ging die Pary aber mal richtig los. Wie, muede? Also erstens mal heisst Eduardo mit 1.Namen eigentlich auch Manuel (das sagt nur keiner) und 2. ist er genau doppelt so alt wie Manuel. Na wenn das keine Gruende zum feiern sind: Hoch die Tassen, auf die Flaschen und Musik aufgedreht bis zum Anschlag. Wir wollten schlafen, die Nachbarn konnten dann eher nicht mehr - es hat sich aber mal keiner ueber Joe Cocker, Walzer und peruanische Teeniemusik beschwert...
12.09.10 Am naechsten Morgen haben wir gemeinsam mit Eduardo/Manuels Frau gefruehstueckt und anschliessend Lima bzw deren Stadtteile San Isidro und Miraflores zu erkunden. Eine Fuehrung durch die Ruinen der Lehmpyramiden Huanca Pucllana und ein weeeeiter Fussmarsch zur Kueste. Dort sind wir im Parque de Amor herumgeschlendert um uns anschliessend die Augen im in den Kuestenhang gebauten Einkaufs/Vergnuegungszentrum Larcomar aus dem Kopf zu staunen und unser erstes peruanisches Fastfood auf spanisch/englisch/Koerpersprache zu bestellen.
Nach weiteren gefuehlten 8 Std Fussmarsch sind wir (europaeisch) puenktlich um 1700 zurueck in der Pension, da wir ja fuer 1800 ein gemeinsames Abendessen mit Eduardo und dessen Frau geplant hatten. Das Essen stand dann (peruanisch) puenktlich um 1930 auf dem Tisch und wir durften "wie bei Muttern" das peruanische Nationalgericht "Ceviche" (roher Fisch, mariniert in Zitronensaft und verschiedenen Gewuerzen) inkl einer doppelten Portion Huehnchen mit Reis geniessen. (Der Fisch war uebrigens trotz unserer Bedenken gar nicht schlecht!!)
13.09.10 Heute hiess es (vorerst) Abschiednehmen und weiter geht die Reise. Dank Eduardo war die naechste Unterkunft in der Naehe von Ica - der Oase Huacachina - schnell gefunden und auch der Bus dorthin gleich gebucht. Er hat uns auch noch sicher in den Bus gesetzt und mit Tips wie "immer schoen auf euer Gepaeck aufpassen" und "nie mit Motortaxis fahren" in die grosse weite Welt geschickt. Ein letzter Tip "Wenn was ist, gleich mich anrufen"....wie lieb sich der Papa aus Peru um uns kuemmert :)
Die 5stuendige Busfahrt entlang der Panamericana war dann auch sehr kurzweilig (es gab viel zu sehen entlang der Strasse) und vor Ort war auch gleich ein Taxi zur Unterkunft gefunden. Die Oase ist sehr beeindruckend umgeben von Sand, Sand und riesigen Sandhuegeln. Das kleine Oertchen hatten wir dann auch in 30 Minuten erforscht, das erste Bier des Tages war getrunken und eine Sandduene zumindest mal ein wenig erklettert so dass wir endlich zum Highlight des Tages kommen: Die 1. Dusche seid 3 Tag :)
So und das war der erste kleine Bericht ueber unseren (noch) sehr entspannten Urlaub in Peru. Fazit soweit: In Lima scheint nie die Sonne, roher Fisch ist schon ok, man sollte Spanisch koennen, es gibt Bier aus 650 ml Flaschen, Pisco Sour (Nationalgetraenk) schmeckt auch so sauer wie es heisst, Zeit- und Distanzunterschiede +/- 1 Std sind schon ok.

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