28 September 2010

Cuzco und die Zeit laeuft ab...

Nach einer sehr touristischen Busfahrt von Puno nach Cuzco sind wir nun endlich da. Die Stadt der Staedte, der Plaza de Armes in Peru ueberhaupt und das Hightlight vor Augen - Machu Picchu.

Cuzco ist ganz cool, hat viel zu bieten und wird nie muede. Hier sind die meisten Touristen, die meisten Souveniershops und die meisten Tourenanbieter im ganzen Land.

Ich bin nun auch schon dem Kaufwahn verfallen und kann den gefaelschten Alpakaprodukten und 1000 verschiedenen Souveniers nicht mehr widerstehen. Aber da ich ja nach Thailand ein Meister des Handelns bin wird ein Sonnenbrillenverkaeufer seine Sonnenbrillen auch recht billig los und wir haben 2 Stueck fuer 50 statt 140 Soles bekommen... (bissl mehr als 10 EUR). Die Handtasche ging fuer 20 statt fuer 50 Soles uebern Tisch und die extra fuer die Eva angefertigten Stiefel sind in 3 Tagen abholbereit. Liebe Leute, macht euch auf Alpakamotiv-Muetzen gefasst...

Heute waren wir beim raften (ich muss das ja in jedem Land mal machen) und es war richtig klasse. Die Eva durfte vom 3 Meter Felsen ins Wasser huepfen und wir durften auch ohne Boot die Stromschnellen runtersausen. Haben zwar kraeftig Wasser dabei geschluckt und wurden auch vom Wasser ein paar mal verschluckt - aber das war es echt wert. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir so guten 2 Stunden den Fluss Urubamba runtergeschippert und haben zwischen unseren Motivationsschreien, Paddelaktionen und maechtig viel Spass und Wasser die Landschaft drum rum auch genossen.

Morgen gehts dann Richtung Machu Picchu - eine richtige Abenteuerfahrt schon dort hin. Zuerst mitm Taxi zur 80 km entfernten Zugstation, dann mit dem Zug nach Aguas Calientes (der letzte Ort zum uebernachten) von da am naechsten Tag mit dem Bus (um 05.30 Uhr) zur Station von Machu Picchu und dann noch ein Stueck zu Fuss weiter. Dann hoffen wir, dass wir auf dem Weg weder geklaut noch verloren gehen und einen Bus mit 10.000.000 anderen Touris erwischen um dann hoffentlich einen noch einigermassen Leute-freien Blick auf das Unesco Weltkulturerbe zu erhaschen bevor wir erschoepft wieder heil unten ankommen werden.

25 September 2010

Geburtstag, Tequilla und a Mass Bier in Peru

Vielen lieben Dank fuer all eure Geburtstagswuensche!
Gleich mal noch vorn weg - mir ging es genau nur 1 Tag so schlecht. Das ist hier aber wohl ueblich laut mehrerer selbst Betroffener. Alles wieder gut und Manu ist gar nix passiert...
Sooo also jetzt bin ich 29 Jahre alt...und? Nix und.
Vormittags sind wir mit dem Boot auf die Islas del Uros gefahren wobei man von Glueck sagen kann, dass ein Boot nicht untergeht wenn es zu langsam faehrt. Puuh liebe Leute, waer der Titicacasee nicht so kalt waere ich geschwommen und wahrscheinlich ne Stunde vorm Boot da gewesen. Aber wie heisst es so schoen - der Weg ist das Ziel oder ne gute Schlafmoeglichkeit.
Auf den Islas del Uros - die schwimmenden Inseln - wurden wir dann Augenzeugen des bisher groessten Tourispektakels der gesamten Reise. Empfangen mit Gesang von traditionell gekleideten Damen und so gleich wurden wir im Halbkreis um eben diese versammelt und ueber deren traditionelles Leben und Streben auf den Inseln informiert. Ob die dann wirklich dort leben oder nur von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr sei mal dahin gestellt. Ich jedenfalls moechte nirgends wohnen wo ich den ganzen Tag angestarrt und fotografiert werde und Leute Fotos von meiner Wohnung inkl. Dreckwaesche machen und dann als Hoehepunkt auch noch meine Klamotten anziehen wollen...
Weiter ging die (Schnecken)fahrt auf die Insel Taquile wo die Horde den Berg hinauf, durch Doerfer wo wir "Dorfbewohnern bei ihrem alltaeglichen" Leben bestaunen durften und zum Mittagsessen platziert wurden. Die dort lebenden strickenden Maenner (und das tun die wirklich) wollten dann natuerlich noch ihre selbstproduzierten Waren los werden und ab ging es im Sauseschritt hinunter zum Hafen und in mittlerweile leicht agressiv machender, ueberaus lahmer Fahr zurueck nach Puno.
Der Ausflug war jetzt nicht sooo uebel wie es sich vielleicht anhoert - aber wie gesagt, das obertouristischte was wir bisher gemacht haben. Die schwimmenden Inseln waren schon sehr interessant und auch die Wanderung wirklich schoen.
Abends haben wir uns dann mit dem dt. Paerchen dass wir auf unserer Colca Canyon Tour kennengelernt haben getroffen. 20 Uhr, Plaza de Armas (geht wie gesagt in jeder peru. Stadt) und dann gingen wir erst mal (wirklich unglaublich super) lecker zum Essen. Als nach 2 Bier dann das Lokal aber leer war beschlossen wir uns noch ein anderes nettes Plaetzchen zu suchen und das haben wir auch gefunden. "Positive Vibrations" - gesagt, getan. Die Kneipe war so ein Muecke-Verschnitt (fuer alle die diese tolle Lokalitaet noch kennen&erleben durften) und wir fuehlten uns so gleich wohlig&warm (das machte dann wohl der Holzofen dort aus). Aus dem gemuetlichen Bierchen bevor wir brav frueh ins Bett gehen wollten um den morgigen, fuer alle fruehbeginnenden Tag, fit anzugehen wurden dann...aehm. Es wurde spaet und alle waren etwas angeschickert. Na was will man auch machen, wenn es zur Oktoberfestzeit in Peru auch Mass Bier gibt!?!? Ich denke die "Masskruege" waren eher fuer mehr Personen zum einschenken in kleine Glaeser gedacht - so habe ich zumindest die verwunderten Blicke der Barkeeper gedeutet als wir 3 Mass Bier bestellt haben. Zur Abschluss dann noch 1 Tequilla (hier aber 4 cl) aus dem dann doch mehrere wurden und beim letzten an der Bar wurden wir noch zum Gruppenfoto hinter die Theke gebeten.
Am naechsten Tag ging es dann fuer eine Nacht nach Bolivien, genauer gesagt in das kleine Oertchen Copacabana. Hier gibt es leider nicht so viel zu berichten, da uns die Zeitumstellung einen Strich durch unseren Ausflug auf die Isla del Sol (Sonneninsel) gemacht hat. Naeher moecht ich mich dazu jetzt nicht aeussern - es koennte sein, dass wir da was falsch gemacht haben... Aber das Oertchen war nett und sehenswert und wir hatten 2 schoene halbe Tage dort.
Morgen dann weiter nach Cuzco uuuund 20 Uhr, Plaza de Armas :)

21 September 2010

Der weitere Plan

Weil ich grad noch Zeit und Lust habe werdet ihr nun noch ueber die weitere, fixe Planung unterrichtet. Bis Cuzco werde ich dem Internet nirgends mehr wirklich nahe kommen - zeitlich.

Gestern haben wir Isabell und Bastian zufaellig in Puno wiedergetroffen - das deutsche Paerchen von unserer Trekking Tour. Also wird morgen gemeinsam mein Geburtstag gefeiert!
Untertags machen wir noch einen Ausflug zu den schwimmenden Inseln "Los Uros".

Am 23.9. gehts dann mit dem Bus nach Copacabana (Boliven) und von dort auf die Isla del Sol.
Noch eine Nacht in Puno und am 25.9. starten wir dann los Richtung Cuzco.

Von dort gibts dann wieder Neuigkeiten von uns.

Weitere Eindruecke:
Treffpunkt "Plaza de Armas" geht in JEDER Stadt in Peru. Demostrieren kann man in Peru immer. Niemals ohne Wanderschuhe aus dem Haus. Meerschweinchen (das Nationalgericht) essen braucht Ueberwindung (und die haben wir noch nicht gefunden). Muskelkater hat man auch nach 3 Tagen noch. Bier auf 3.830 m haut mehr rein als auf unter 1.000 m. Man trifft sich immer (mind.) 2x im Leben. Potenzielle peruanische Mitbringsel werden nach dem 10 Laden mit gleichen Sachen nicht schoener oder kaufenswerter. Gruenes Wassereis macht ne gruene Zunge (den ganzen Nachmittag). Wir werden beim Einkaufen im Supermarkt beobachtet wie potentielle Diebe, dabei wollten wir nur Klopapier! Wer kopieren kann, kann hier viel Geld verdienen. HERVORHEBUNG: Manu 1.200 m Hoehenmeter ganz allein und ohne Muli den Colca Canyon hinauf (er wollte das nochmal erwaehnt haben). Es gibt keine Plaetzchenausstecher in Alpakaform in Peru. Es atmet sich nicht mehr ganz so leicht hier oben & rauchen macht es nicht besser. Wer will schon nochmal wandern gehen.

P.S. Gibt es ernsthafte Mitbringselwuensche? Vor lauter falschen Alpakaprodukten wird uns schon ganz schwindlig und wir wissen nicht ob und was wir kaufen sollen...

Bis dann. hasta luego! Und danke schon mal fuer all die Geburtstagswuensche!!!

20 September 2010

3 Tage Trekking Colca Canyon

Um 3.00 Uhr morgens war also die Nacht beendet und unsere Tagesrucksaecke fuer 3 Tage Trekking Tour im Colca Canyon gepackt. In den Kleinbus wurden dann wir und 15 andere Personen inkl deren Gepaeck geladen und mit einiger Verspaetung ging es los. An der Verspaetung waren schuld - die Belgier. Wer auf ein 2 Tages Trekking mit 50 kg Gepaeck pro Person startet und sich dann im 20 min Takt ueber so ziemlich alles aufregt, was so passiert - mit dem kann die Reise ja nur super werden.
In Chivaz gab es fuer die ganze Truppe Fruehstueck, welches uns die nette belgische Truppe quasi vor den Augen auf ihre Teller packte. Man kann sich schon gleich mal 4 Semmeln aufladen und dann doch nur 2 davon essen wenn noch 10 andere Leute hinter einem anstehen - gar kein Thema. Da die armen eh fast nix vom Buffet bekommen haben, haben sie noch unsere leeren Marmeladenschuesseln eingesammelt und ausgekratzt...man will ja nicht verhungern muessen. Es wurde dann in 2 Gruppen aufgeteilt und unsere Truppe bestehend aus 2 Amis, noch einem deutschen Paerchen, einer koreanischen Kanadierin, einer franzoesichen Kanadierin, uns, unserem Tourguide Eddy und dem treuen Begleiter "Rantanplan" (unser Tourhund, der beschlossen hatte den gesamten Trek mit uns zu laufen) marschierte los.
Von Cabanaconde aus marschierten wir ca 4 Std. auf der quasi einzigen "Strasse" 1.200 Hoehenmeter den Canyon hinunter. Unterwegs begegnete uns auf dieser "Hauptverkehrsstrasse" einige Mulitreiber und deren Tiere, im Gepaeck, bzw auf den Tieren alles, was dort unten so benoetigt (oder eben nicht mehr benoetigt) wird. Holzbalken, Bier, Essen, Basketballkoerbe,... einfach alles. Da ueberlegt man sich schon 2x ob man heute die vergessenen Chips wirklich noch braucht und wenn die Frau mal keine Milch mehr hat rennt der Mann mal eben schnell nach oben (alles gesehen zwischen Schweisstropfen und atemloser Pausen).
Mit einiger Verspaetung wir dann in San Juan de Chucco (unserer ersten Station) angekommen und haben uns ein kuehles Bier genehmigt. Unserer Koreanerin hat vorweg niemand gesagt, dass man mit Stoffschuhen lieber nicht zum Bergsteigen geht und schon nach 20 min hatte sie Blasen so gross wie Tischtennisbaelle an den Fuessen. Doch - unser aller Respekt bitte - hat sie es mit Eddy liebevoller Betreuung und dessen FlipFlops nach unten geschafft, auch wenn wir unser Mittagessen dann erst um 16 Uhr einnehmen konnten. Wir genehmigten uns dann eine luxurioese heisse Dusche (Solarzellen sei Dank und auch dem Muli, der diese Dinger hier her geschleppt hat) und sind auch schon bald ins Bett (ebenfalls recht luxurioes fuer dieses abgelegenen Dorf).
Am naechsten Tag dann die naechste, etwas gemuetlichere Etappe durch die Doerfer Tapay und Malata (auf 2.350 m) und hinunter zur der heissersehnten und uns staendig motivierenden Aussicht auf die Oase in Sagalle und deren Pools. Nach ca. 3 Stunden hinauf- und hinab hatten wir auch das geschafft (auch unsere tapfere Keiko in ihren FlipFlops) und ab ging es mit einen kuehlen Bier in den kuehlen Pool. Nach brennender Sonne und ebenso brennenden Muskeln eine wahre Wohltat! Bei mir war es dann Nachmittags mit dem Spass vorbei und innerhalb von 2 Stunden ist mein Koerper alles losgeworden, was es los zu werden gab und ich war k.o. Selbst der wundervollbringende Coca Tee sowie Immodium Akut haben nichts geholfen und ich lag flach und wollte nicht mehr aufstehen. Da war die Aussicht auf den morgigen Tag und die 1.200 Hoehenmeter raus aus dem Canyon auch nicht gerade sehr aufbauend. Abends wurde dann beschlossen mich mit einen Muli (wie gesagt, auch alles was nicht mehr gebraucht wird tragen die den Berg rauf) nach oben zu bringen.
Gesagt, getan. Die anderen sind um 5 Uhr losmarschiert und Keiko (die Fuesse und so) und ich wurden auf Mulis gepackt und die armen Tieren haben uns sicher und wunderbar den Berg hochgetragen. Mir ging es dann schon wieder ein wenig besser und auch der Rest der Truppe war nach 3 Stunden und 1.200 Hoehnmetern sicher und erledigt oben angekommen, selbst Toni (der Ami, der leider nach Bestellung der Mulis erst nachts krank wurde) - Respekt und Hut ab vor euch allen!!!
Nach dem Mittagessen und der Verabschiedung von Rantanplan (der Hund, der allen davon rannte aber immer auf uns gewartet hat - besonders beim Essen) ging es weiter zum Aussichtspunkt ueber Terassenfelder und baden in heissen Quellen abschliessend konnten wir auf dem hoechsten Punkt unserer Reise (4.910 Hoehenemeter) die Vulkane bestauen und sind dann nach langer Reise wieder in Arequipa angekommen.
Unter herzlicher Verabschiedung und Adressenaustausch ging dann jeder wieder seiner Wege.
Die Truppe war echt perfekt und wir hatten eine super Zeit mit all den Leuten. Die Landschaft war ein Traum und die Herausforderung haben wir geschafft (naja, ich nicht so wirklich aber gut)
Nun sind wir heute (20.9.) in Puno angekommen und werden bis zum meinem Geburtstag hierbleiben. Dann gehts voraussichtlich am 23.9. weiter nach Copacabana (Bolivien) und anschliessen nach Cuzco um Macchu Picchu zu bewundern.
Ich bin soweit wieder gesund - Immodium hilft mir ueber den Tag und durch das Essen. Manus Beine sind etwas schmerzempfindlich aber sonst ist alles gut...

16 September 2010

Weiter gehts...

Eduardo hat uns also dann unter 1.000 Tips und Ratschlaegen in den Bus nach Ica gesetzt. Er hat sich schon im Voraus um alles gekuemmert, so dass uns auch ja nix passieren kann. Die 2 sitzen auf ihrem Platz, die Rucksaecke sind verstaut und auch das Hostel in der Oase Huacachina ist schon bestelllt. Die 5stuendige Busfahrt verlief ziemlich ohne Zwischenfaelle, wenn man mal absieht, dass der Busfahrer gerne auch ohne mich weitergefahren waere. Manuel konnte dem Busfahrer - den ich 1 min zuvor noch nach dem Klo gefragt hab - auch ohne Spanisch (zu meinem Glueck) begreiflich machen, dass ich noch aufm Klo bin. Netterweise konnte er dann seine peruanische Superpuenktlichkeit doch zuegeln, unter Dauerhupen seinerseits kam ich dann auch endlich in den Bus gestuermt und die Reise konnte weitergehen.
In Ica angekommen ab ins Taxi - unglaublich wie viel Stauraum der kleine Bruder vom Smart hat... Umgeben von meterhohen (um nicht zu sagen 100meter-hohen) Sandduenen ploetzlich ein gruener Fleck - die Oase Huacachina umrahmt von Palmen, mit See inkl. Promenade, die Sonne scheint - perfekt. Unser Hostel - ein aus den 20er Jahren entsprungenes schickes Hotel de Suiza - der Name leider etwas irrefuherend, denn (schweizer)Deutsch sprach hier natuerlich niemand. Somit war es mal wieder gar nicht so einfach sich verstaendlich zu machen - aber alles geht irgendwie. Fruehstueck um 6.00 Uhr am naechsten Morgen, kein Thema, Rucksaecke unterstellen waehrend wir aufm Ausflug sind, kein Thema.
Den Tag in der Oase genossen und am naechsten Tag ging es dann auf die Halbinsel Paracas und von dort weiter zu den Inseln auf denen der Exportschlager Perus liegt - Guano-Toelpel Kacke. Die wird dort von 1.00000000000000 (denkt euch noch ein paar Nullen dazu) Voegeln, die auf diesen Inseln wohnen produziert und alle 5 Jahre von den armen (und bestimmt ohne Geruchsinn) Arbeitern abgetragen wird. Diese Kacke ist quasi DER Duenger und den Duenger...
Nachmittags noch Ica erkundet und netterweise von einer Strassenverkaueferin vor nicht-touri-empfehlenswerten (gefaehrlich wollen wir jetzt mal nicht sagen) Orten bewahrt worden. Das versteht man dann auch wenn man kein Spanisch spricht... Abends ging dann unser Bus wie gewohnt peruanisch, statt um 20.30 Uhr erst um 21.15 Uhr in 11 stuendiger Fahrt nach Arequipa. Da ich ja irgendwie grad jederzeit und ueberall schlafen kann tat ich auch dass gleich kurz nach dem einsteigen. Es war gar nicht mal so uebel und selbst fuer Manus lange Beine war (einigermassen) genuegend Platz da.
Das Hostel in Arequipa ist ein Traum, genau so wie das Wetter. Die Hoehe (2.300 m) machen mir schon ein wenig zu schaffen, aber es geht. Wir gehen es langsam an und geniessen die Sonne im Liegestuhl im wunderschoenen Garten des Hostels und lassen den Abenteuerurlaub mal Abenteuerurlaub sein. Die Stadt wurde bereits erkundet, ein Alpakasteak verzehrt, Pisco Sour noch mal probiert (nicht zu empfehlen wenn man die Hoehe nicht so ganz vertraegt, um 20.00 Uhr war ich im Bett) und der weitere Abenteuerurlaub geplant.
Nach dem wir uns hier nun 2 Tage akklimatisiert haben geht es morgen zur 3taegigen Trekkingtour in den Colca Canyon los!
Hier mal nun ein paar Fakten: Der Rio Colca hat in Jahrmillionen eine tiefe Schlucht gegraben, die bis zu 3.400 m tief ist und damit den Grand Canyon (USA) in den Schatten stellt. Im Colca Tal findet man einige der spektakulaersten Terassenhaenge (Gemueseanbau) und deren Bewaesserungsanlagen, welche schon lange vor den Inkas von verschiedenen Voelkern erbaut wurden. Dann gibts dort natuerlich noch nen ganzen Haufen Alpakas, deren Besitzer, heisse Thermalquellen und so einige Hoehenmeter die wir zu bewaeltigen haben werden. Und...nicht zu vergessen den Vogel Perus schlecht hin - den Condor.
Na dann lass ich euch mal wieder in Ruhe und widme mich meiner Einkaufsliste. Oh lieber Gott ist hier alles billig. Alpaka-Schals fuer 2 Eur, Alpaka Pullis fuer 10 EUR und wie bitte soll ich das alles in meine Rucksack bringen??? Wir werden sehen was der Nikolaus dann alles aus Peru mitbringt!
Drueck euch - und ihr duerft gern auch mal in das Gaestebuch schreiben, dass wir auch wissen dass es euch noch gibt und wir noch nicht vergessen wurden.

14 September 2010

Wir sind da...Peru es muy bien

Ohne besonderen Vorkommnisse haben wir die Fluege von Muenchen nach New York und New York nach Lima ueberstanden. Unser "Gastvater" Eduardo hat uns auch mit peruanischer Puenktlichkeit (ca 30 min Verspaetung) vom Flughafen abgeholt und mit peruanischer Sicherheit auch in die Pension gebracht. Autofahren in Lima will gelernt sein - nicht auf Amplen, Fussgaenger, Bremslichter und spurwechselnde Fahrzeuge achten und NIE sein Ziel aus den Augen verlieren. Als Beifahrer dann am Besten nur die Augen zu machen und beten.
Wir sind doch aber sicher (wenn auch nur knapp am einem Zusammenstoss vorbei) und Wohlbehalten (wenn auch mit einem riesen Adrenalinstoss) bei Eduardo zu Hause angekommen und hatten uns da das Feierabend Bier redlich verdient... Als Eduardo dann erfuhr, dass Manuel Geburtstag hatte ging die Pary aber mal richtig los. Wie, muede? Also erstens mal heisst Eduardo mit 1.Namen eigentlich auch Manuel (das sagt nur keiner) und 2. ist er genau doppelt so alt wie Manuel. Na wenn das keine Gruende zum feiern sind: Hoch die Tassen, auf die Flaschen und Musik aufgedreht bis zum Anschlag. Wir wollten schlafen, die Nachbarn konnten dann eher nicht mehr - es hat sich aber mal keiner ueber Joe Cocker, Walzer und peruanische Teeniemusik beschwert...
12.09.10 Am naechsten Morgen haben wir gemeinsam mit Eduardo/Manuels Frau gefruehstueckt und anschliessend Lima bzw deren Stadtteile San Isidro und Miraflores zu erkunden. Eine Fuehrung durch die Ruinen der Lehmpyramiden Huanca Pucllana und ein weeeeiter Fussmarsch zur Kueste. Dort sind wir im Parque de Amor herumgeschlendert um uns anschliessend die Augen im in den Kuestenhang gebauten Einkaufs/Vergnuegungszentrum Larcomar aus dem Kopf zu staunen und unser erstes peruanisches Fastfood auf spanisch/englisch/Koerpersprache zu bestellen.
Nach weiteren gefuehlten 8 Std Fussmarsch sind wir (europaeisch) puenktlich um 1700 zurueck in der Pension, da wir ja fuer 1800 ein gemeinsames Abendessen mit Eduardo und dessen Frau geplant hatten. Das Essen stand dann (peruanisch) puenktlich um 1930 auf dem Tisch und wir durften "wie bei Muttern" das peruanische Nationalgericht "Ceviche" (roher Fisch, mariniert in Zitronensaft und verschiedenen Gewuerzen) inkl einer doppelten Portion Huehnchen mit Reis geniessen. (Der Fisch war uebrigens trotz unserer Bedenken gar nicht schlecht!!)

13.09.10 Heute hiess es (vorerst) Abschiednehmen und weiter geht die Reise. Dank Eduardo war die naechste Unterkunft in der Naehe von Ica - der Oase Huacachina - schnell gefunden und auch der Bus dorthin gleich gebucht. Er hat uns auch noch sicher in den Bus gesetzt und mit Tips wie "immer schoen auf euer Gepaeck aufpassen" und "nie mit Motortaxis fahren" in die grosse weite Welt geschickt. Ein letzter Tip "Wenn was ist, gleich mich anrufen"....wie lieb sich der Papa aus Peru um uns kuemmert :)
Die 5stuendige Busfahrt entlang der Panamericana war dann auch sehr kurzweilig (es gab viel zu sehen entlang der Strasse) und vor Ort war auch gleich ein Taxi zur Unterkunft gefunden. Die Oase ist sehr beeindruckend umgeben von Sand, Sand und riesigen Sandhuegeln. Das kleine Oertchen hatten wir dann auch in 30 Minuten erforscht, das erste Bier des Tages war getrunken und eine Sandduene zumindest mal ein wenig erklettert so dass wir endlich zum Highlight des Tages kommen: Die 1. Dusche seid 3 Tag :)
So und das war der erste kleine Bericht ueber unseren (noch) sehr entspannten Urlaub in Peru. Fazit soweit: In Lima scheint nie die Sonne, roher Fisch ist schon ok, man sollte Spanisch koennen, es gibt Bier aus 650 ml Flaschen, Pisco Sour (Nationalgetraenk) schmeckt auch so sauer wie es heisst, Zeit- und Distanzunterschiede +/- 1 Std sind schon ok.

10 September 2010

Eine kleine Weltklassenfahrt...nach Peru

So Ihr Lieben, nachdem ich diese Seite nun gute 3 Jahre vernachlässigt habe wird sie (wenn auch leider nur kurzzeitig) reaktiviert.
Peru ist nämlich doch ein gutes Stück weg und ich will euch ja auf dem Laufenden halten - zumindest versuche ich es.
Morgen, 11.09.10 um 09.20 Uhr geht es also los - 3 Wochen mit meinem guten alten Rucksack auf nach Südperu.

Na dann - Hasta luego.

Der Plan sieht ungefähr so aus:
Lima - Pisco - Arequipa - Colca Canyon - Puno - Titicacasee - La Paz - Cuzco - Machu Piccu - Lima


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